Stand: Mai 2009

Bosch HFG 160 IV - FuG 10 / 4

Bosch HFG 80 IV



Das Funkgerät ist eine 4-Kanal-Ausführung des FuG 10 und Vorgänger des allgemein bekannten 10-Kanal Gerätes Bosch FuG 10. Das Gerät gab es sowohl in einer 4-m wie auch 2-m-Ausführung. Es wurde auch in einer speziellen EX-geschützen Ausführung hergestellt. Die 2-m-Version wird bereits als FuG 10 bezeichnet und später in der Literatur zur Unterscheidung mit dem späteren 10-Kanal-Gerät mit FuG 10/4 beziffert.



Das Gerät kam 1964 auf den Markt und erhielt die Zulassungsnummer D 409a-64.

Hier das Datenblatt zu dem Gerät.

Die unten abgebildete Ausführung besaß neben dem Ein-/Aus-Schalter lediglich den Kanalwahlschalter. Es verfügte nicht über ein Lautsprechermikrofon. Die Bedienung erfolgte über ein separates (Tarn-)Bedienteil, wovon leider keine Bilder vorhanden sind. Die Sendeleistung betrug 0,25 W.





Ein solches Gerät (leider ohne Bedienteil) gibt es in dem Technikmuseum der

Landespolizeidirektion
Zentrale Dienste Sachsen
IuK-Schulungs- und Referenzzentrum Dommitzsch
Weidenhainer Weg 16
04880 Dommitzsch
Tel.: (03 42 23) 45-0

neben vielen anderen interessantes Kommunikationsgeräten (vorwiegend der ehemaligen DDR) zu sehen. Die Ausstellung ist sehenswert. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung ist aber unbedingt erforderlich.

Die Ausführung mit einer auf 0,5 Watt erhöhten Sendeleistung kam 1965 auf den Markt und erhielt die Zulassungsnummer E-519/65. Das Gerät gab es sowohl als normale wie auch als EX-geschützte Ausführung. Die Geräte waren für das 20 kHz-Kanalraster konzipiert.







Die 4-m Ausführung mit 0,5 Watt Sendeleistung bei einem 20 kHz Kanalraster erhielt 1967 die Zulassungsnummer E-107/67.






1969 wurde die Sendeleistung des Gerätes auf 1 Watt erhöht. Die neue Zulassungsnummer lautete E-163/69. Äußerlich unterscheiden sich die Geräte nicht.


Recht eigenwillig ist die Tragetasche für das Gerät gestaltet



Klaus-Peter Jung führt zu dem Gerät aus:

Funktion:

HFG 160 VI
ist ein volltransistorisiertes Handsprechfunkgerät. Durch reichhaltiges Sonderzubehör kann es sehr universell eingesetzt werden. Die einzelnen Baugruppen sind in getrennten, abgeschirmten Fächern untergebracht, können also leicht ausgewechselt werden. Gerät und Lautsprecher sind wasserunempfindlich. Die Schwingquarze sind unter einem eigenen Deckel zugänglich. Auf Wunsch wird das Gerät auch explosionsgeschützt geliefert.
In der Grundausführung hat das Gerät keinerlei "Schnittstellen". Da aber die Sonder-Anwender (Feuerwehr, Kripo....) den Wunsch nach entsprechendem Zubehör hegten, gab es bald vom Hersteller Nachrüstanweisungen. Zunächst war das die "kleine (Klinken-) Zusatzbuchse" hinter dem Antennenanschluß. Offenbar reichte deren Kontaktzahl nicht aus, so daß dann die "große Buchse" mit ihren vielen Kontakten oberhalb der Sprechtaste nachgerüstet wurde.

Das hier vorliegende Exemplar ist die "Ursprungsversion" ohne Zusatzbuchsen.

Frequenzbereich:
146 .. 174 mHz


Technische Daten:

HF- Leistung:
250 mW
Kanäle:
4
Modulation:
F3
Frequenzhub:
3.5 kHz
NF- Frequenzgang:
500 Hz .. 3 kHz
Empfindlichkeit:
0.7 µV
Tonruf:
Einfach- oder Doppeltonruf
Transistoren:
Sender: 7; Empfänger: 15
Kanalabstand:
50 kHz, auf 25 und 20 kHz umrüstbar
NF- Ausgang:
500 mW
Lautstärke:
in 3 Stufen schaltbar
Sprecheinrichtungen:
Abgesetzter Mikrofon- Lautsprecher
Doppelkopfhörer mit oder ohne Kehlkopfmikrofon
Knopflochmikrofon
Füllhaltermikrofon
Magnethörer
Induktiver Hörsatz
usw....
Antennen:
ebenso vielseitig wie die Sprecheinrichtungen
Stromversorgung:
Akku 15 V 225 mA
Stromverbrauch:
Empfang 14 .. 50 mA; Senden 80 mA
Betriebszeit:
Senden 10 % / Empfang 90 % : 8 Std.
Gewicht:
Gerät 850 g, Akku 170 g