Stand: 18.01.2020



Funk bei der Schweizer Polizei

Die Schweiz ist zwar nicht mein unmittelbares Sammelgebiet aber wenn sich schon Informationen aus der Schweiz zu mir verirren dann haben sie auch ein Anrecht darauf, hier dokumentiert zu werden.

Die folgenden Informationen nebst dem Bild stammen aus der Aargauer Zeitung.

Ab Ende der 1940er-Jahre sammelte die Autophon Pionier-Erfahrung mit der mobilen Telefonie. So stattete sie das Polizeikorps von Basel-Stadt mit Autotelefonen aus. Die Anlage füllte einen Grossteil des Kofferraums.
Bildquelle: Autophon, Museum Enter, OM

Netze für die Polizei
Im Kanton Bern baute die Autophon Anfang der 50er-Jahre, «veranlasst durch die zunehmende Motorisierung» des Polizeikorps, für die Kantonspolizei ein Netz auf und rüstete zuerst 18 Polizeifahrzeuge mit Sende-Empfangsanlagen aus. Dank drei Relaisstationen waren die Polizeiautos im ganzen Kanton erreichbar.
Auch in Basel-Stadt hatte die Autophon ab Ende der 1940er-Jahre für die Polizei gearbeitet. «Es sei in letzter Zeit wiederholt nachteilig empfunden worden, dass der Pikettkommissär unterwegs nicht erreichbar gewesen sei, und dass er, besonders in der Nacht, nicht vom Wagen aus Rückanfragen und Meldungen durchgeben könne», begründete die Basler Polizei 1953 das Begehren nach einem weiteren Autotelefon, wie aus Autophon-Unterlagen ersichtlich ist, die im Solothurner Computer- und Technik-Museum Enter aufbewahrt werden. 1400 Franken Abogebühr kostete dies die Polizei pro Jahr.


An anderer Stelle fand ich einen weiteren Hinweis auf bei der Schweizer Polizei eingesetzte Geräte

Nach Informationen der Kantonspolizei St. Gallen wurde etwa ab 1964 das Autophon SE 18 U als Motorrad-Funkstation mit 2 Empfängern, 6 schaltbaren Kanäle eingesetzt.

Genutzt wurden bis zur Einführung des Digitalfunks 2003 Frequenzen im 2-m-Band zwischen 155 und 165 MHz.

Weitere Informationen zum Polizeifunk der Schweiz liegen mir nicht vor.