DL9PA - Was ist das denn ??



Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts bin ich an der Funktechnik interessiert.
Damals hatte ich Kontakt zu CB-Funkern gesucht. Aber die dort aktiven Funker und deren Betätigungen entsprachen nicht meiner Erwartungen. So schlief die Angelegenheit wieder ein.
Außerdem war ich sehr stark beim Malteser Hilfsdienst engagiert, so das ich auch für ein weiteres Hobby keine Zeit hatte.

Anfang der 90er Jahre legte ich mir dann doch ein CB-Funkgerät zu. Primär um bei meiner beruflich bedingten starken Reisetätigkeit (bis zu 40.000 km im Jahr) durch andere Verkehrsteilnehmer aktuelle Hinweise zur Verkehrslage zu erhalten. Aber das "Gequatsche" war nichts für mich und das Gerät flog recht schnell wieder aus dem Auto.

Etwa 1993 startete ich dann meinen ersten Anlauf, Amateurfunker zu werden. Ich besorgte mir den Fragenkatalog, schaute ihn durch und kapitulierte.
Aus Zeitmangel schlief die Sache dann wieder ein.

Im Sommer 2017 kam der Gedanke dann wieder auf, das doch endlich mal anzugehen.
Dank Internet fand ich bei der Volkshochschule in Wolfsburg einen Kurs zur Erlangung der Einsteiger-Lizenz für den Amateurfunk. Dort also angemeldet, die Gebühren bezahlt und die erforderlichen Unterlagen besorgt. Nachdem ich nun "soviel" Geld bezahlt hatte, konnte ich natürlich nicht mehr zurück und mußte das durchziehen.
Es fiel mir schon schwer, wieder die Schulbank zu drücken und den Unterrichtsstoff zu erarbeiten. Wie viele Stunden ich zu Hause gelernt habe, kann ich nicht sagen.
Aber Dank des hervorragenden Ausbilders Christian Hillmer DL1OD wurden mir schnell die Zusammenhänge deutlich und ich wurde im Prüfungsstoff immer sicherer.
Am 11.04.2018 war dann Prüfungstermin bei der Bundesnetzagentur. Allen Prüflingen war eine gewisse Unsicherheit anzumerken. Aber nach 1,5 Stunden stand es fest - alle haben mit einem guten Ergebnis bestanden.

Seit dem zähle ich zu den Amateurfunkern und habe das Rufzeichen Delta-Oskar-eins-Papa-Alpha - DO1PA zugeteilt bekommen.

Mein nächstes Ziel war es jetzt natürlich, die Lizenz der Klasse A zu erreichen.
Anfang Oktober 2018 besuchte ich einen fünftägigen Intenvivkurs beim DARC OV Jüterbog. Dort vermittelte mir Lars - DC4LW - die ganzen Kenntnisse, die für die Ablegung der Prüfung bei der Bundesnetzagentur erforderlich sind. Nach den fünf Tagen und dem sehr umfangreichen Stoff fühlte ich mich allerdings noch nicht sicher und habe dann die folgenden Wochen genutzt, alles nochmals nachzuarbeiten und zu vertiefen. Mit dem nun gefestigterem Wissen bereitete die Prüfung am 14.11.2018 keine Probleme und mir wurde das neue Rufzeichen DL9PA - Delta-Lima-neun-Papa-Alpha zugeteilt. Damit darf ich nun auf allen Amateurfunkbändern QRV sein.

Auch reizt mich jetzt CW - Morsefunk. Aber das muß noch etwas warten.

Wenn man funken will, braucht man natürlich eine Antenne. Daher war die erste Aktion nach bestandener Prüfung, eine Antenne aufzubauen. Je höher die Antenne steht, desto besser ist die Reichweite. Da ich nicht zu den Dachdeckern zähle und ich es mir nicht zutraue, auf dem Dach mich sicher zu bewegen, wurde ein örtlicher Fachbetrieb mit dem Setzen des Antennenmastes und der Montage der Antennen auf dem Dach beauftragt.

Nun stehen sie sicher in 10m Höhe und sind auch ordnungsgemäß mit einem Blitzschutz versehen.

Für VHF/UHF habe ich auf der Mastspitze eine Vertikalantenne Diamond X-5000 montieren lassen.
Darunter ist ein Sperrkreis-Dipol für 160/80/15/10m gespannt.

An Funkgeräten habe ich mit einem Wouxon KG-UV9D Handfunkgerät für VHF/UHF angefangen.
Trotz der geringen Sendeleistung des Handfunkgerätes bekomme ich über die Vertikalantenne auf dem Dach eine ganze Reihe von Relais in der Gegend und kann ganz ordentliche QSO's führen.
Für HF habe ich ein gebrauchtes Yaesu FT-747GX mit einem Yaesu FC-757 Antennentuner zum Einstieg genutzt.
Da ich aber auch die digitalen Betriebsarten fahren wollte, kam dann recht schnell ein gebrauchtes Yaesu FT-991 in den Shack.
Um paralell zum Kurzwellenbetrieb auch auf VHF / UHF QRV sein zu können, kam ein einfaches CRT micron noch hinzu.

Als nächstes steht dann noch der Aufbau verschiedener Antennen an, um auch vernünftig DX-Verbindungen zu erreichen.