Zur Person

Stand 2012


Geboren wurde ich im vorigen Jahrhundert in der Klinik Dr. Schuster, allgemein nur als Schusterklinik bekannt, unterhalb der Burg. An das genaue Datum kann ich mich leider nicht erinnern. Ich hatte zu der Zeit ein paar andere Probleme und auch nicht die entsprechende Zeit und Gelegenheit, dies persönlich schriftlich für mich zu fixieren. Bereits nach wenigen Tagen gefiel es mir aber in der Schusterklinik nicht mehr und ich beschloß, zu meinen Eltern, Frau L. Paffenholz und Herrn F. Paffenholz ins Lüggerdt zu ziehen.

Da die beengten Wohnraumverhältnisse im Lüggerdt meinen steigenden Anforderungen nicht genügten, gelang es mir nach etwa einem Jahr, meine Eltern zu überzeugen, doch besser nach Gronau umzuziehen. In Gronau verbrachte ich dann meine Kindheit und Jugend.

Meine ersten Malzbierchen genoß ich bei den üblichen sonntäglichen Frühschoppen, die überwiegend beim Bützler stattfanden. Gerne denke ich aber auch an die sonntäglichen Ausflüge mit meinem Vater zum Kahnweiher. Am Kahnweiher wurde ein Nachen gemietet und die Armmuskeln setzten das Gefährt in Bewegung. Anschließend erfolgte die Stärkung entweder in der Steinbreche oder im Kickehäuschen.

Später trank ich gerne mein Kölsch in der recht rustikalen Gaststätte "Zum löstigen Dreck". Zu dem Namen dieses Lokals gibt es auch eine etwas kuriose Überlieferung. Da der Löstige Dreck leider 1974 abgerissen wurde, war fortan der Liederkranz über viele Jahre mein zweites Zuhause.

Mit dem Wohnort meiner Jugend verbinden mich noch heute viele Erinnerungen.

Nach Abschluß meiner schulischen Ausbildung (nein - es war nicht die berühmte Schule in der Kayjass) stellte sich für mich die Frage der weiteren beruflichen Laufbahn. Da ich im Rechnen nicht zu den Schlechtesten gehörte, wie sicherlich mein ehemaliger Klassenlehrer Gisbert H. (und nicht Herr Welsch) gerne bestätigt, erfolgte eine umfangreiche Kosten- / Nutzenrechnung und Risikoabwägung.

Am Ende stand dann fest, das ich das Gelübde ewiger Armut ablegen werde und mich in das Heer der Alimentationsempfänger einreihen würde, zu denen ich heute immer noch gehöre.

Als es an die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten ging, habe ich mir die recht modischen olivfarbenen Bekleidungsstücke angeschaut und festgestellt, das Oliv mir nicht so besonders steht. Darauf hin habe ich mich entschieden, mich in eine mindestens 10-jährige Katastrophe zu stürzen und mittels dieses Engagements den Weltfrieden zu sichern. Vielleicht schreibe ich da auch mal ein Buch drüber.......

Bereits 5 Jahre nach Ablegung des Gelübdes der ewigen Armut erhielt ich die Aufgabe, rheinische Kultur ins Oberbergische, ganz nah an die Grenze zu Westfalen, zu transferieren. Leider war ich da nicht so besonders erfolgreich – Karneval wird dort auch heute noch nicht so begeistert wie in Köln gefeiert, jedoch ist der Genuß von Kölsch dort recht beliebt.

Aber im Oberbergischen lernte ich meine heutige, aus Westfalen stammende Frau, Frau B. Paffenholz kennen und unsere beiden Kinder J. Paffenholz und M. Paffenholz wurden auch dort geboren.

Nach wechselnden Gastspielen in Düsseldorf, Essen und Berlin ergab sich für mich die einmalige Möglichkeit, an dem größten zulässigen Abenteuer für Alimentationsempfänger teilzunehmen. Die Wende hat es ermöglicht und es zog mich als Aufbauhelfer in den „Wilden Osten“.

Mit dem Wechsel in das Gebiet Deutschlands, in dem das Grundgesetz am 2.10.1990 nicht galt wurde ich sentimental. Ich sehnte ich mich zurück zur Nähe eines Domes. Es war dann zwar nicht der Dom, aber nun wohne ich in der Villa Lindemann und die ist auch nicht weiter von einem Dom entfernt als unsere Wohnung zu meiner Kindheit damals in Gronau.